Methodik & Definitionen

Alle Kennzahlen auf BusPuls, ZugPuls und ParkPuls sind empirische Auswertungen offener Echtzeitdaten – keine Prognosen. Diese Seite dokumentiert die Definitionen, Schwellenwerte, Ausschlüsse und Grenzen, mit denen die Zahlen berechnet werden.

Grundprinzipien

BusPuls – Stadtbusnetz

KennzahlDefinition
PünktlichAbweichung von der Planabfahrt von höchstens ±2 Minuten (|Verspätung| ≤ 120 s).
Ø VerspätungArithmetisches Mittel der signierten Verspätung (Verfrühungen negativ), nur über Abfahrten mit Echtzeitdaten.
MedianIn historischen Tabellen: Mittel der Tagesmediane, gewichtet nach Zahl der Messungen – robust gegen einzelne Ausreißertage.
Bilanz („Real im Schnitt ab")Planzeit plus mittlere Verspätung genau dieser Abfahrt (Linie, Steig, Wochentag, Halbstunden-Slot) über die letzten 6 Monate; ausgewiesen als Mittelwert („im Schnitt"), nicht als Median. Die Zeile „4 von 5 Fahrten" ist das 80. Perzentil, ehrlich auf die gespeicherten Stufen (+2/+5 min) gerundet. Anzeige erst ab 5 gemessenen Fahrten.
Bus-Puls (0–100)Je Messung (ca. 1×/Minute) über alle Stadtbusse im Einsatz mit Echtzeit: Abzug je Bus = min(1, (max(0, |Abweichung| − 2 min) / 3 min)0,744). Bis ±2 Minuten kostet nichts, der volle Abzug ist bei 5 Minuten erreicht, auf den meisten Stadtlinien etwa ein halber Takt; Verfrühung zählt wie Verspätung, weil ein zu früh abfahrender Bus Wartende einen ganzen Takt kosten kann. Puls = 100 · (1 − mittlerer Abzug), nur ab 10 Bussen. Totband (2 min) und Exponent stammen vom Zug-Puls, nur die Skala ist auf den Busverkehr zugeschnitten. Version 2 seit dem 6. Oktober 2026; Version 1 rechnete mit einer Skala von 13 Minuten (voller Abzug bei 15 Minuten).
Bus-Puls-Bänder≥ 86 weitgehend pünktlich · 80–85 einzelne Verzögerungen · 72–79 spürbare Verzögerungen · unter 72 stark beeinträchtigt, also dieselben Grenzen wie beim Zug-Puls (Version 2, 6. Oktober 2026). Die Skala von 3 Minuten ist unter den geprüften Werten (2 bis 13 Minuten) die, deren Farbverteilung der von Version 1 am nächsten kommt; Grundlage sind 16.557 Messungen am Tag vom 15. September bis 6. Oktober 2026. Anteil der Tageszeit je Band: grün 40,1 %, gelb 19,4 %, orange 18,0 %, rot 22,4 % (Version 1: 38,7 / 31,6 / 19,3 / 10,4 %). Mittlere Pünktlichkeit der Flotte je Band: 81,6 / 69,7 / 61,3 / 48,2 %. Noch nicht außerhalb dieser Stichprobe validiert; Überprüfung nach den Herbstferien. Linienwerte im „Warum?" erst ab 3 Bussen der Linie.
AuslastungAnteil der Messungen mit mittlerer oder hoher Besetzung an allen Messungen mit bekannter Besetzung. „Unbekannt" zählt weder im Zähler noch im Nenner.

ZugPuls – Bahnverkehr

KennzahlDefinition
PünktlichAnteil der geplanten Abfahrten, die gefahren und weniger als 6 Minuten (< 360 s) verspätet waren; Ausfälle zählen als nicht pünktlich (Fahrgastsicht). So zeigen es die Kennzahl auf ZugPuls und „Pünktlich Hbf" auf der Startseite. Die Tagesreihe im Monatsvergleich der Startseite rechnet dagegen nach der Bahn-Konvention ohne Ausfälle.
Ø Verspätung (Fern/Regio)Angezeigt wird der Median der Abfahrtsverspätung, getrennt nach Fern- und Nahverkehr.
ZugausfälleZahl unterschiedlicher Züge (nicht Halte) mit Ausfall am jeweiligen Betriebstag.
Zug-Puls (0–100)Über alle Abfahrten am Hauptbahnhof von 60 Minuten vor bis 60 Minuten nach jetzt. Abzug je Halt: Verspätung min(1, (max(0, d − 2 min) / 34,8 min)0,744), Ausfall 1,25, Gleiswechsel 0,30 bei Abfahrt binnen 10 Minuten (sonst 0,10), Halt ohne Echtzeit rund 0,10 (empirischer Erwartungswert). Puls = 100 · (1 − mittlerer Abzug), nur ab 10 Halten. Kurve kalibriert an einer 21-tägigen Rekonstruktion im Minutentakt (Version 2, 18. August 2026).
Zug-Puls-Bänder≥ 86 weitgehend pünktlich · 80–85 einzelne Verzögerungen · 72–79 spürbare Verzögerungen · unter 72 stark beeinträchtigt (neu angepasst am 25. August 2026). Absolut gelesen entsprechen die Grenzen „jeder Zug 4,5 / 6,0 / 8,3 Minuten zu spät".
Bilanz: „Puffer"80. Perzentil der gemessenen Abfahrtsverspätungen derselben Verbindung: 4 von 5 Fahrten fuhren höchstens so spät ab, 1 von 5 noch später. Empirisch, ohne Modell; angezeigt erst ab 10 gemessenen Fahrten, da das Perzentil bei kleineren Stichproben einer Einzelbeobachtung entspricht.

ParkPuls – Parkhäuser

KennzahlDefinition
Auslastung(Kapazität − freie Plätze) / Kapazität, je Anlage und Zeitpunkt. Als Kapazität dient eine stabile, empirisch bestimmte Platzzahl je Anlage (größter über mehrere Tage bestätigter Gesamtwert des Feeds), da der Feed die Gesamtplatzzahl gelegentlich sprunghaft ändert. Der gemeldete Rohwert wird zusätzlich unverändert gespeichert.
Farbskala Karte/Verlauf (je Anlage)entspannt < 50 % · gut gefüllt 50–75 % · knapp 75–90 % · fast voll > 90 %. (Lage-Pill: siehe Park-Lage.)
Typische AuslastungMedian je Wochentag und Uhrzeit über die letzten 8 Wochen; Streuung über MAD (Median der absoluten Abweichungen) statt Standardabweichung.
Park-LageEinordnung der stadtweiten Auslastung wie auf ParkPuls: unter 66 % entspannt · 66–79 % gut gefüllt · 80–94 % sehr voll · ab 95 % (oder wenn mindestens die Hälfte der offenen Anlagen, mindestens aber drei, voll ist) Stadt fast voll.
„Ggü. typisch" (Startseite)Belegung jetzt minus typische Belegung zur selben Wochentags-Stunde, in Prozentpunkten. Beide Werte werden über dieselben Anlagen gerechnet (offen, verlässliche Live-Zahl, Vergleichswert vorhanden) und nach Kapazität gewichtet, damit sie sich nur in der Zeit unterscheiden. Angezeigt ab 5 solchen Anlagen. Die Zahl kann deshalb leicht von der stadtweiten Auslastung abweichen.
PreiseSchätzungen aus den veröffentlichten Tarifen der Betreiber für die gewählte Parkdauer und Ankunftszeit – ohne Gewähr.

StadtPuls (Startseite)

Der StadtPuls fasst die Live-Lage der drei Netze in einer Einordnung zusammen. Seit dem 6. Oktober 2026 wird er über die Bänder gebildet, nicht mehr als Mittel der Rohwerte. Bus-Puls und Zug-Puls teilen seit dem 6. Oktober 2026 zwar dieselben Bandgrenzen, die Park-Lage aber ist eine Auslastung in Prozent mit eigener Skala, auf der ein hoher Wert schlecht ist: 84 ist auf BusPuls und ZugPuls gelb, als Auslastung auf ParkPuls „sehr voll". Ein Mittel der Rohwerte hätte verschiedene Skalen vermischt.

  1. Einordnen. Jedes Netz wird auf seiner eigenen Vier-Stufen-Skala eingeordnet, genau wie auf seinem Dashboard (Bus-Puls 86/80/72, Zug-Puls 86/80/72, Park-Lage 66/80/95 % Auslastung). Bus und Zug nutzen dieselbe Hysterese von 2 Punkten an den Grenzen wie ihre Dashboards; die Park-Lage hat, wie auf ParkPuls, keine Hysterese.
  2. Übertragen. Jede Stufe erhält ein Viertel einer gemeinsamen Skala von 0 bis 100: grün 75–100, gelb 50–75, orange 25–50, rot 0–25. Innerhalb der Stufe wird linear interpoliert (Bus und Zug: unterhalb der roten Grenze bis 50 Punkte, darunter 0; Park: bis 100 % Auslastung).
  3. Mitteln. Der StadtPuls ist das gleichgewichtete Mittel dieser Positionen und wird mit denselben Vierteln eingeordnet: ab 75 „Alles im Fluss", 50–74 „Leicht angespannt", 25–49 „Spürbar angespannt", darunter „Stark angespannt".

Ein Netz ohne gültigen Puls (Feed älter als die Grenze des jeweiligen Dashboards, zu wenig Verkehr, Nachtbetrieb) fällt heraus; das Mittel läuft dann über die übrigen Netze und ist als „Teildaten" gekennzeichnet. Unter zwei Netzen wird kein StadtPuls angezeigt.

Grenzen. Die Stufen selbst sind kalibriert; die lineare Interpolation innerhalb einer Stufe ist eine Darstellungskonvention, keine Messung. Die Gleichgewichtung der drei Netze ist gesetzt, nicht empirisch begründet. Der StadtPuls ist eine Momentaufnahme, kein amtlicher Verkehrsindikator.

Der Tag im Takt

Die Verlaufskurven zeigen je Stunde das Mittel der minütlich gespeicherten Bus- bzw. Zug-Pulse seit Betriebsbeginn um 04:00 Uhr. Eine Stunde erscheint ab 30 Messungen, die laufende Stunde ab 15 (hohler Punkt). Es zählen nur Werte der aktuellen Puls-Version. Beide Kurven stehen vor denselben Bändern (86/80/72); weil Bus-Puls und Zug-Puls den Abzug mit verschiedenen Kurven berechnen, steht dieselbe Zahl trotzdem nicht für dieselbe Verspätung in Minuten.

Ein Monat, drei Netze

Das Panel zeichnet die Tageswerte der drei Netze (Bus-Pünktlichkeit ±2 min, Zug-Pünktlichkeit am Hbf < 6 min ohne Ausfälle, freie Parkkapazität = 100 % − Auslastung) auf einer gemeinsamen 0–100-%-Skala. Es werden nur Tage geplottet, für die alle drei Reihen einen Wert haben; über genau diese Tage werden auch die Pearson-Korrelationskoeffizienten berechnet (angezeigt ab n ≥ 14 Tagen). Die Koeffizienten beschreiben Gleichläufigkeit, keine Ursachen.

Datenhaltung & Aggregation

Grenzen der Daten

Stand: 9. Oktober 2026. Änderungen an Definitionen werden auf dieser Seite dokumentiert.

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